Test: Mitsubishi Outlander Hybrid

Es soll ein Vollwert-SUV sein – bestückt mit drei Motoren, die einen minimalen Verbrauch verursachen. Das ist das Versprechen der Japaner zum Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid. Tests prüfen, inwieweit der Anspruch erfüllt wird und welche Qualitäten die weiteren Merkmale des Fünftürers aufweisen. Zugrunde liegen der hier dargestellten zusammenfassenden Übersicht Tests von ADAC, auto motor und sport, Auto News und Auto Bild. Natürlich kann in dieser begrenzten Gesamtschau nur eine Auswahl aller Eigenschaften und Besonderheiten dargestellt werden. Allein der ADAC-Test umfasst stolze 12 PDF-Seiten mit einer Fülle an Details. Er kann von der Webseite herunter geladen werden. Darüber hinaus wird der Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid in drei Varianten angeboten, getestet wurde jeweils natürlich immer nur eine.

Die Antriebe

Zwei 60-kW (82-PS) Elektromotoren sind jeweils mit Vorder- und Hinterachse verbunden. Sie ermöglichen rein elektrisch betriebenes Fahren bis zu 120 km/h. Bei höherem Leistungsbedarf kann ein 89-kW (121-PS) 2-Liter-Benzinmotor mit an die Vorderachse gekoppelt werden. Er treibt auch den Generator zum Laden der Akkus. Darüber hinaus ist ein intelligenter Allradantrieb elektronisch verwirklicht und in die Antriebsstruktur integriert. Seine aktive Momentverteilung bleibt bis zur Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h wirksam. Mechanisch sind die Antriebe nicht miteinander verbunden. Die Betriebsspannung für die E-Motoren stellt ein Akku mit mit der stattlichen Kapazität von 12-kWh bereit, was für etwa 50 km Fahrt reicht.

Der Akku – Ladezeiten und Besonderheiten

An der heimischen Steckdose kann der Akku innerhalb von fünf Stunden auf 100 Prozent aufgeladen werden. An der Schnellladestation beträgt die Zeit 30 Minuten für 80 Prozent. Durch Betätigen des im Cockpit vorhandenen Charge-Knopf wird er vom Verbrennungsmotor in 40 Minuten zu 80 Prozent geladen. Als Besonderheit ist eine bidirektionale Funktionsweise möglich und der Akku kann bei Bedarf als sogenannte „Powerbox“ wie ein Notstromaggregat eingesetzt werden und Energie ins heimische Netz einspeisen.

Der Innenraum

Die Rundum-Sicht ist nicht optimal und durch wuchtige Dachsäulen und die hinteren Kopfstützen etwas verdeckt. Die Türausschnitte sind groß und der Ein- Ausstieg dadurch leicht. Das Zugangssystem ist schlüssellos und geöffnet und verriegelt wird über Fingertipp. Die Bedienelemente des Cockpit sind gut platziert und logisch strukturiert. Klima-Automatik, Heckscheibenheizung, Umluftsteuerung und Navigationssystem funktionieren problemlos.

Fahrverhalten

Gestartet wird rein elektrisch. Wenn sich bei gesteigertem Leistungsbedarf der Benzinmotor zuschaltet, treibt der zuerst den Generator an und nur bei weiterem Anspruch an Leistung wird von Seriell- auf Parellel-Hybrid umgeschaltet und alle drei Motoren treiben dann die Achsen an. Ein hohes Anfahr-Drehmoment sorgt für einen zügigen und leisen Start und ruhiges Fahren auf ebenen Strecken bei mittlerer Geschwindigkeit. Wenn höhere Leistung erforderlich ist und sich der Benziner zuschaltet, wird es laut. Die Gesamtleistung ist allerdings relativ bescheiden mit moderater Beschleunigung in 11 sek. auf 100 km und mit einer Spitzengeschwindigkeit von 170 km/h. Fahrstabilität und Lenkung sind zufriedenstellend. Fahrassistenz-Systeme sind allerdings nur in der Top-Variante enthalten.

Verbrauch und CO2-Bilanz

Nach Werksangabe liegt der Spritbedarf bei 1,8 Liter als Normverbrauch und bei leeren Akkus bei 5,8 Litern und der elektrische Bedarf bei 13,4 Kilowattstunden pro 100 km (Die Angaben basieren auf der nicht besonders realitätsnahen NEFZ-Methode). Der wirkliche Verbrauch liegt wahrscheinlich – wie üblich – höher und wird natürlich entscheidend vom Fahrverhalten beeinflusst. Beim ADAC-Test liegt die CO2-Emission bei ca. 160 g pro Kilometer, bezogen auf einem Verbrauch von 4,2 Liter Super und 8,0 kWh Strom auf 100 km.

Preise

Die Basisversion gibt es für 39.990 EUR, die „Plus“-Variante für 45.990 EUR und die „Top“-Ausführung kostet 50.990 EUR. Bei Letzterer sind diverse Extras inklusive. Im Vergleich zur Plug-in-Hybrid Konkurrenz also relativ günstige Preise.


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